Motorrad Weltreise ganz einfach ohne teures Verschiffen


 
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Motorrad Weltreise ohne Verschiffen


 
Moin Leute,
dass man für den coolen Auftritt vor der Eisdiele möglichst das teuerste, neueste und damit unvernüntigste Fahrzeug braucht was gerade auf dem Markt ist, hatten wir ja schon geklärt.
 
Dagegen ist Qualität und Langlebigkeit für eine Weltreise viel wichtiger, als das coolste Assistenzsystem. Wer eine Weltreise plant, kann in der Regel selber fahren und braucht dafür nicht die Hilfe eines Computers. Viel wichtiger ist alt bewährte Technik, die bereits über Jahrzehnte bewiesen hat, dass sie funktioniert, da man sonst schlimmstenfalls in einem Dritte-Welt-Land einfach liegen bleibt. Auch muss man für ein günstiges Gebrauchtfahrzeug nicht so viel Lebenszeit in einem Büro vergeuden, um für die Raten zu arbeiten und hat so mehr Zeit zum Reisen.
 
Was helfen die coolsten Assistenzsysteme oder TFT Displays, wenn die Kisten nicht mal vernünftig fährt siehe Tourenfahrer 1997 Auslassventil verbrannt bei 1100er, Mai 2015 Auslassventil bei 1200er nach 43.915km abgerissen, Getriebeschaden bei 37900km MOTORRAD 2005/21 und Tausch des gesamten Rumpfmotors nach 44.000 km MOTORRAD 2014/12.
Die Garantie eines Neufahrzeuges läuft nach zwei Jahren ab. Um mehr verkaufen zu können, stellen einige Firmen ihre Produkte heutzutage extra so her, dass sie schon nach Ablauf der Garantie ausgetauscht werden müssen. Das erklärt für mich die jährlich hohen Neuzulassungszahlen von BMWs.
Daher lieber auch ein altes Fahrzeug wie die Honda Transalp setzen, die sich bereits millionenfach bewährt hat und ihre Besitzer über 30 Jahre zufrieden stellt. Ohne unnötige Elektronik kann man alte Fahrzeuge nach einem Unfall selber in einem Dritte Welt Land gut reparieren. .
 
Es soll ja Cracks geben, die in der Lage sind selbst im Jungle irgend welche Bussysteme selber wieder zu löten. Ich würde mir sowas jedoch nicht zutrauen und den einheimischen Motorrad Werkstätten vor Ort natürlich auch nicht. Es macht also wirklich Sinn auf langlebige, zuverlässige Technik ohne viel unnötigen Schnickschnack zu setzen, wenn man eine Reise nach Afrika oder zum Beispiel in die Mongolei plant oder ans Nordkap. Hier greift dann sogar der ADAC.
 
Motorrad Weltreise ohne Verschiffen

Wenn man dagegen nach Südamerika möchte oder nach Australien dann macht es überhaupt keinen Sinn, das Fahrzeug bereits in Europa zu kaufen und dann für 1000 Euro um die halbe Welt zu verschiffen.
Für das Geld bekommt man vor Ort schon ein komplettes Motorrad mit dem großen Vorteil, dass man mit einem lokalen Motorrad nicht aussieht wie Geld auf Beinen und dementsprechend nicht so behandelt wird.
Auch gibt es vor Ort für die lokalen Motorräder natürlich alle Ersatzteile und Reifen in den passenden Größen aber für irgendwelche Exoten, die es dort nicht zu kaufen gibt, gibt es natürlich auch keine Ersatzteile und wenn man mal einen Unfall hat, was leider recht häufig passiert, kann einem niemand helfen das Ding wieder in stand zu setzen.
 
Auch sieht man mit einem großen Motorrad, bei dem man in der Regel die Scheinwerfer nicht mehr abschalten kann, wie leichte Beute aus. Die Polizei sieht schon von Ferne: da geht eine neue Sonne auf. Die Lokals fahren tagsüber nie mit Licht nur die reichen, dummen Touristen, die mit irgendwelchen komischen neumodische Motorrädern unterwegs sind und in der Regel hinten so viel Gepäck haben, dass die Scheinwerfer viel zu hoch scheinen was dann aussieht, als würde in der Ferne eine neue Sonne aufgeht. Da freuen sich die Polizisten schon eine viertel Stunde vorher auf leichte Beute. So leicht sollte man es ihnen nicht machen. Lieber vor Ort ein kleines Motorrad kaufen. Mit einem europäischen Motorrad ist ab der Türkei Schluss.
 
Motorrad Weltreise ohne Verschiffen

Die Einreise in den Iran erfordert ein Carnet de Passage, als so eine Art Zoll- Dokument. Dafür musste ich damals für mein 700 Euro Motorrad 3000 Euro Kaution hinterlegen. Dieses birgt das grossen Risiko, dass wenn das Fahrzeug gestohlen wird oder es aus einem anderen Grund nicht mehr zurück nach Deutschland kommt, dann ist diese Kaution weg.
Darum habe ich es damals vorgezogen, direkt nach Indien zu fliegen. Man kann natürlich mit einem Carnet de Passage durch den Iran und durch Pakistan nach Indien reisen, aber dann ist man mit einem großen exotischen Motorrad in Indien in einem Land, in dem man üblicherweise Motorräder für vier Dollar am Tag mieten kann. Dumm.
 
Clevere Leute mieten daher einfach ein Motorrad in Indien, fahren damit nach Nepal und machen eine tolle reise durch Indien. Indien ist ein riesen Land viel größer als Europa. Dann gibt man das Motorrad einfach wieder zurück, steigt in den Flieger und fliegen nach Thailand weiter.
Mit einem eigenen Motorrad in Indien kann man auch nicht einfach nach Thailand fahren, da man als Ausländer nicht durch Bangladesch und Birma fahren darf.
Um durch China zu reisen, währe ein 24 Stunden Guide erforderlich. Für diesen Guide muss man zusätzlich ein Fahrzeug mieten und ein Fahrer der diesen Guide fährt. Ausserdem erfordert eine solche Reise jede Menge Bürokratie.
 
Es bleibt also nur, das ganze Motorrad von Indien nach Thailand zu fliegen, was natürlich völliger Quatsch ist. Auch in Thailand kann man besser für 3 bis 4 Dollar am Tag kleine lokale Motorräder mieten. Dann gibt es alle Teile falls nötig vor Ort. Man kann eine tolle Reise durch Thailand machen, gibt das Motorrad dann wieder zurück oder fährt nach Laos oder Kambodscha oder man fliegt gleich weiter nach Vietnam.
 
In Vietnam kann man für 200 Dollar komplette Motorräder kaufen und mit diesen auch nach Laos und Kambodscha einreisen, eine tolle Reise machen und das Motorrad dann einfach entweder am Flughafen stehen lassen oder man verkauft es an den nächsten Backpacker.
 
Es ist also völliger Quatsch, irgend welche Motorräder nach Asien zu importieren. Die sind vor Ort viel günstiger.
Auch Australien ist natürlich bekannt dafür, dass Touristen lieber vor Ort irgendwelche Camper oder Fahrzeuge mieten oder kaufen, damit tolle Reisen machen und das Fahrzeug dann einfach weiter verkaufen, bevor sie zum Beispiel nach Südamerika weiter fliegen.
Es geht ja darum selber eine Weltreise zu machen und nicht darum Motorräder oder Fahrzeuge um den Globus zu verschiffen.
 
Wenn man all diese Tipps beherzigt, dann reicht das Geld nicht nur für ein Jahr auf Weltreise sondern für zehn Jahre, denn der teuerste Faktor auf einer Weltreise sind immer die Verschiffung und Transportkosten von Fahrzeugen, die aber überhaupt nicht nötig sind. Noch mal in der Kurzfassung:
 
Für Afrika ist ein günstiges Motorrad aus Europa perfekt. Man fährt runter nach Südafrika und auf der anderen Seite zurück. Dann fährt man weiter in die Mongolei. In der Mongolei verkauft oder verschenkt man das Motorrad und fliegt weiter nach Indien. In Indien Motorrad mieten nach Nepal fahren wieder zurück nach Indien, dann nach Thailand fliegen Motorrad mieten dann nach Vietnam Motorrad kaufen Laos Kambodscha und dann weiter nach Australien.
Dort wieder was kaufen und verkaufen. In den USA bekommt man auch extrem günstig Fahrzeuge genau wie in Südamerika.
Warum also Leute immer noch so viele Fahrzeuge um die Welt verschiffen, statt einfach das Geld zu nehmen und selber auf Reisen zu gehen, das verstehe ich nicht.
 
Hoffe ich habe euch den ein oder anderen Tipp geben können. Ich wünsche euch eine tolle Reise, ist doch völlig wurscht auf welchen Motorrad. Ob man auf einem deutschen Motorrad in Australien ist oder einem lokalen Motorrad, ist doch sowas von Banane. Also dann in diesem Sinne danke fürs reinschauen :-)
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