Frühjahrscheck, Wartung und Inspektion zu Beginn der Motorrad Saison


 
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Moin Leute es scheint Frühling zu werden und damit ist es Zeit, unsere Motorräder nach dem langen Winter vom Salz zu befreien. Wir wollen ja nicht, dass es im Sommer zu mechanischen Problemen kommt.
Leichte optische Mängel durch Salz haben ja noch nie jemanden gestört...wir fahren ja keine Poserkisten, aber mechanische Probleme möchten wir doch vermeiden.
 
Daher ist es wichtig, die Motorräder nach dem Winter erstmal gründlich zu reinigen. Man fährt am besten zu einer Waschstrasse, an der man die Motorräder selber reinigen darf. Dabei unbedingt darauf achten, dass man den harten Wasserstrahl nicht auf die Radlager richtet, denn sonst wäscht man das ganze Fett aus den Lagern heraus und hat am Ende mehr kaputt gemacht als gewonnen.
Wenn man das Fett aus den Lagern wäscht, nutzen diese sich schneller ab und laufen fest. Motorrad also reinigen aber nicht die Lager entfetten.
 

Wenn wir gerade über fett reden: Nach dem Winter sollten auch die Bremssättel ausbauen, denn diese werden ständig durch die spritzenden Räder und durch den Vordermann mit Salzwasser bespritzt, wodurch das Fett aus den Lagern der Bremse gewaschen wird.
 
Auch den Bremskolben vorsichtig reinigen und zurück schieben. Dabei immer wieder ordentlich fetten. Dieses sollte man nicht nur dann machen, wenn man die Bremsbeläge wechseln möchte.
Hin und wieder alle beweglichen Teile fetten und gangbar halten. Das spart eine Menge Ärger, wenns dann mal so weit ist, dass man die Bremsbeläge wechseln muss.
Auch die Schraube die die Bremsbeläge hällt sollte man einmal im Jahr heraus schrauben, fetten und wieder einnbauen, damit sie nicht fest gammelt. Das macht irgendwann den Wechsel der Bremsbeläge so viel einfacher.
Wichtig ist auch, die Gleitlager der Bremszange zu fetten. Die Bremszangen werden mit diesen Lagern gehalten und können sich an passen, wenn sich die Beläge ab nutzen. Auch hier ist es wichtig, gut zu fetten. Dass diese Lager fest sind erkennt man daran, wenn sich die Bremsbeläge nur auf einer Seite stark abnutzen.
 

Wenn man nicht weiss wie der Vorbesitzer mit dem eigenen Motorrad umgegangen ist, kann man sicherheitshalber auch den Antrieb der Tachowelle fetten.
 
Nach 12.000 km von Januar bis März hatte mein Fussbremshebel den Dienst quittiert. Ich konnte zwar bremsen aber musste den Hebel wie beim schalten auf der anderen Seite mit dem Fuss wieder nach oben schieben, um die Bremse zu lösen. Schwergängige Lager sind ein deutliches Warnzeichen. Man sollte nicht warten, bis die Lager wirklich fest gerostet sind.
 
Auch die hintere Bremszange sollte ausgebaut und der Bremskolben so wie die Gleitlager gefettet werden. Ebenso die Schraube, die die Bremsbeläge hällt, ansonsten rostet sie fest. Das dauert ca. 10 Minuten und spart eine Menge Ärger beim Wechsel der Bremsbeläge.
 
Ein Kettenwechsel ist normalerweise eine gute Gelegenheit, um die Nadellager der Umlenkhebel und der Schwinge zu fetten. Ist man sich nicht sicher, ob der Vorbesitzer das regelmässig getan hat, sollte man es selber machen. Einfach die Umlenkheleb und die Schwinge ausbauen und die Nadellager schön reinigen und fetten.
 
Wenn man nicht möchte, dass einem die vielen kleinen Stäbchen der Nadellager entgegen fallen, die Hülse einfach nach beiden Seiten nur bis zur Hälfte heraus ziehen, um Fett hinein zu schmieren.
 
Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei der Schwingenachse, damit diese nach 200.000 Kilometern nicht in den Schwingenlagern fest rostet und nur noch per Flex entfernt werden kann. Bewegliche Teile sollten immer schön gefettet werden, das gillt nicht nur für Motorräder. Leider begnügen sich Autofahrer meist damit, ihr Auto von aussen zu waschen und kümmern sich gar nicht um die Mechanik darunter.
 
Erscheint es einem zu aufwändig die Schwinge aus zu bauen, kann man auch einfach die Mutter der Schwingenachse lösen und ca. 2 cm heraus schrauben. Anschliessend fettet man das Stückchen der heraus ragenden Schwingenachse hinter der Mutter notfalls mit Kettenfett und klopft die Schwinge vorsichtig mit einem Gummihammer nach innen.
Dadurch kommt sie auf der anderen Seite 2 cm heraus. Nun fettet man sie ebenfalls von dieser Achse und klopft sie wieder zurück. Diesen Vorgang wiederholt man mehrfach. Auf diese Weise gelangt das Wett bis in die Schwingenlager. Das hilft zwar nicht den Nadellagern der Schwinge, verhindert aber, dass die Schwingenachse in den Hülsen der Nadellager fest rostet.
 
Danke fürs rein schaun :)
Hier geht es zum perfekten Motorrad für den Alltag und lange Reisen.
 
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